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Einfluss traumatischer Kindheitserlebnisse und psychische Erkrankungen auf die Verarbeitung sozialer Reize

Wir untersuchen die Auswirkungen von traumatischen Kindheitserfahrungen auf die Verarbeitung sozialer Reize, wie zum Beispiel das Erkennen von Gefühlen von anderen Personen. Dabei interessiert uns, inwieweit sich Personen mit und ohne traumatische Kindheitserfahrungen und einer Somatischen Belastungsstörung, Posttraumatischen Belastungsstörung oder Depression von denen ohne eine solche Erkrankung unterscheiden. Hierzu kommen sowohl psychologische (also Fragebögen, Interviews und Verhaltensmessungen) als auch neurowissenschaftliche Methoden (Magnetresonanztomographie, MRT) zum Einsatz.

Die Studie besteht aus drei Terminen: Diagnostik (ca. 3-4 Stunden), Tests am PC (ca. 2 Stunden) und eine Untersuchung im Magnetresonanztomographen (MRT; ca. 2.5 Stunden, davon max. 90 min im MRT).

 

 

 

 

Der Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit

Negative oder traumatische Kindheitserfahrungen können bei manchen Menschen zu einer Veränderung in biologischen Vorgängen und der Emotionsverarbeitung führen. Dies kann eine Substanzgebrauchsstörung (beispielsweise Alkoholabhängigkeit) begünstigen.

 

Weltweit verursacht eine Alkoholabhängigkeit starke Einschränkungen im Leben der Betroffenen und innerhalb der Gesellschaft.

 

Wie genau traumatische Kindheitserfahrungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Alkoholabhängigkeit beitragen und welche psychosozialen, neurobiologischen aber auch genetischen Mechanismen eine Rolle spielen, wurde bisher in diesem Umfang noch nicht erforscht. Durch ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge können Prävention und Therapie von Alkoholabhängigkeit verbessert werden.

 

Wir möchten daher den Einfluss traumatischer Kindheitserfahrungen auf die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit mittels moderner Forschungsmethoden, wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT, Kernspintomograph), untersuchen.

 

Die Studie besteht aus zwei Termine mit insgesamt etwa sieben Stunden Dauer bei positivem Telefon-Screening: Studienaufklärung und psychologische Diagnostik mit Interviews und Fragebögen (bis zu vier Stunden), Funktionelle Magnetresonanztomographie-Messung (Kernspin; ca. drei Stunden, davon ca. eine Stunde im MRT).

 

 

 

 

 

Auswirkungen von Vertreibung auf die Gesundheit im späteren Leben und nachfolgende Generationen

Man nimmt an, dass früh erlebte Belastungen, seelische Verletzungen oder Traumatisierungen sowohl für die Betroffenen als auch für deren Nachkommen mit einem erhöhten Risiko für körperliche (z.B. Diabetes mellitus "Zuckerkrankheit"), aber auch für psychische Erkrankungen (u.a. Depression) im späteren Leben einhergehen. Für dieses erhöhte Risiko sind "epigenetische Veränderungen" an unseren Genen bedeutsam. Mit der CELLO-Studie möchten wir die Auswirkungen von Vertreibung auf die Gesundheit im späteren Leben sowie die Auswirkung auf nachfolgende Generationen untersuchen.
Um herauszufinden, wie sich das Leid und die Traumatisierungen, die Vertriebene erfahren haben, auf ihre Gesundheit und die ihrer Nachkommen auswirken, wollen wir in einem dreistufigen Vorgehen verschiedene Daten erheben. Wir untersuchen den Zusammenhang von Vertreibung mit dem späteren Auftreten von Diabetes mellitus, Depression und Störung der Stresshormone, die im Speichel gemessen werden. Falls wir entsprechende Zusammenhänge finden, untersuchen wir deren Ursachen mit "epigenetischen" Methoden.

 

Wir suchen ostpreußische Vertriebene/Flüchtlinge (ca. Jahrgänge 1925-1946) sowie Nachkommen von ostpreußischen Vertriebenen/Flüchtlingen (ca. Jahrgänge 1947-1970). Wichtig ist, dass sich die Studie aus methodischen Gründen explizit auf Ostpreußen beschränkt und daher keine Personen aus anderen Gebieten teilnehmen können. 

 

Die Studie findet ausschließlich auf postalischem und telefonischem Weg statt. Teilnehmen kann jeder, der zu unserer gesuchten Probandengruppe gehört.

 

Interessenten können sich gerne per Mail () oder postalisch: (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, CELLO- Studie, Prof. Dr. Michael Deuschle, J5, 68159 Mannheim) unter Angabe von Name, Postadresse, Telefonnummer und Geburtsjahr bei der CELLO-Studie melden.

 

 

 

Gesundheit und Wohlbefinden von Flüchtlingskindern

In dieser Studie möchten wir geflüchtete/asylsuchende Eltern mit ihren Kindern zu Interviews und Diskussionsrunden einladen. Dabei soll über potentiell traumatisierende Erlebnisse und mögliche Schutzfaktoren der Kinder aufgrund der Flucht gesprochen werden. Anhand der so gesammelten Informationen wird ein Erhebungsinstrument (Fragebogen) entwickelt, welches die Belastungen und den Schweregrad von Risiken und Schutzfaktoren für Flüchtlinge erfasst, denen ein Kind ausgesetzt ist. Dieser Fragebogen wird dann getestet, indem Teilnehmer gebeten werden, den neu entwickelten Fragebogen auszufüllen. Der Fragebogen wird dann einer kritischen Prüfung unterzogen um sicher zu stellen, dass er als wissenschaftlich erprobtes Instrument eingesetzt werden kann.

Gesucht werden für diese Studie geflüchtete Eltern von Kindern, sowie begleitete und unbegleitete Kinder und Jugendliche zwischen 5-17 Jahren, die nach 2015 nach Deutschland kamen und entweder Deutsch, Arabisch, Farsi oder Englisch sprechen.

 

Kontakt bei Interesse oder Fragen:

Shaymaa Abedelhamid

Telefon: +49621 383 71831